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Keramik
Keramik wird für viele Anwendungszwecke in der Zahnmedizin und –technik verwendet:
* Zahnfüllungen
- mit Hilfe von CAD/CAM-Verfahren hergestellt (aus industriellen Rohlingen gefräst) - gegossen (Glas mit anschließender Keramisierung) - gesintert
* Kronen und kleine Brücken
- CAD/CAM-hergestellt (aus industriellen Rohlingen gefräst bzw. geschliffen) - gegossen (Glas mit anschließender Keramisierung) - gesintert
* Verblendungen von Käppchen, Kronen oder Brücken aus Metall oder Keramik
Keramik wird vom Zahntechniker verarbeitet. Der Zahnarzt klebt oder zementiert die fertige Arbeit im Munde des Patienten ein. Bei nachgewiesener Allergie gegenüber Methacrylaten ist daher auch bei Arbeiten aus Keramik Vorsicht geboten. Es muss gegebenenfalls auf keramische Systeme ausgewichen werden, die sich mit konventionellen Zementen (ohne Kunststoffzusatz!) befestigen lassen. Zur Verblendung von metallischen Gerüsten wird Keramik als wässriger Schlicker aufgetragen und dann in einem Ofen gebrannt, wodurch es gesintert wird. Als Produkt entsteht ein fester Körper. Es werden verschiedene Schichten aufgebrannt bzw. gesintert, um Form und optische Eigenschaften (Farbe, Transparenz usw.) zu optimieren. Daher gibt es verschiedene keramische Massen (Grund-, Dentin-, Schmelz- und Effektmassen), die sich hinsichtlich des Gehaltes an Pigmenten und Metalloxidgehalten unterscheiden. Auch mit CAD/CAM-Verfahren (CAD: computer aided design = computerunterstütztes Design/Erfassung, CAM: computer aided manufacturing = computerunterstützte Herstellung) können keramische Restaurationen hergestellt werden. Hier wird nach einer mechanischen oder optischen Abtastung die Restauration aus industriell hergestellten Keramikblöcken gefräst. Dies können Inlays, Onlays, Käppchen oder kleine Brücken sein. Z. Zt. gebräuchlich ist die Herstellung von Käppchen aus Aluminiumoxid, die dann in den Dentallaboratorien individuell mit weiteren keramischen Massen verblendet werden. Es können auch durch CAD/CAM-Verfahren hergestellte Käppchen mit aufbrennbaren Malfarben individuell gefärbt werden, um einen realistischen Eindruck zu erzielen. Malfarben können durch Kauen abgerieben werden. Sie bestehen aus schwerlöslichen Oxiden, Sulfiden und/oder Seleniden verschiedener Metalle. Allergische Reaktionen durch Abrasion von Malfarben sind in der Literatur nicht beschrieben. Das Argument, dass vollkeramische Systeme metallfrei seien, ist nur bedingt richtig. Zwar befinden sich in diesen Restaurationen keine elementaren Metalle wie bei den Legierungen. Durch das langsame Auflösen werden jedoch kontinuierlich Metallionen abgegeben. Diese unterscheiden sich prinzipiell in keiner Weise von Ionen, die durch Korrosionsvorgänge aus Dental-Legierungen abgegeben werden. Allerdings sind die abgegebenen Mengen an Ionen aus Keramik vernachlässigbar gering. Bei einer Diskussion über toxische oder allergische Reaktionen ist zu beachten, um welche Metalle es sich crosshairelt. Je nachdem, welche Keramik verwendet wird, werden Natrium- oder Kaliumionen sowie Ionen von Aluminium, Titan und Zirkonium abgegeben.
In Tab. 7 sind die wichtigsten Bestandteile von dental-keramischen Massen dargestellt.
Auch hier ist festzustellen, dass es aufgrund der Vielzahl von Fabrikaten und Sorten große Abweichungen in der Zusammensetzungen gibt.
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