Was für ein Lächeln !

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Keramik
Tab. 7: Inhaltsstoffe von Dental-Keramiken Quarz

  * Quarz ist eine Modifikation von Siliziumdioxid
  * Bildet Glasphase
  * Gehalt ca. 20 %, schwankt jedoch stark, je nach Hersteller, Keramikmasse

Kaolin

  * Ist zu etwa 0-5 % enthalten. Dient der sog. "Bildsamkeit", d. h. der Modellierbarkeit
  * Beeinflusst negativ die mechanischen Eigenschaften und wird daher durch Leim oder Stärke ersetzt. Diese werden beim Brennen rückstandslos entfernt

Feldspat

  * Vorwiegend Natrium-, Kalium- oder Calzium-Aluminiumsilikat mit dreidimensionaler Struktur
  * Verantwortlich für mechanische Festigkeit

Leuzit

  * Erhöhung der mechanischen Stabilität
  * Beeinflusst die thermische Ausdehnung
  * Erhöht Brennfestigkeit (Objekt behält beim Brennen seine Form)

Metalloxide

  * Erhöhung der mechanischen Stabilität: Aluminium-, Titan- und/oder Zirkoniumoxid
  * Trübungsmittel (z. B. Titan-, Zinnoxid)
  * Einstellen der Opazität (Zinnoxid)
  * Netzwerkwandler (Reduktion des Schmelzbereiches für Quarz)

Farbstoffe

  * Organische Farbstoffe, die den keramischen Massen beigefügt sind, um dem Zahntechniker die Verarbeitung (Schichtung) zu erleichtern. Die Farbstoffe werden beim Brennen der Keramik rückstandslos entfernt.

Pigmente

  * Unlösliche Oxide, Sulfide oder Selenide von Metallen. Diese geben der Keramik die Farbe und sind fest eingebunden.

andere

  * Z. B. Samariumsalze u. a. werden in geringen Mengen für die Einstellung von Phosphoreszenz und Fluoreszenz beigegeben.

Die Löslichkeit von Keramiken für die Titanverblendung und anderer Keramiken, die bei niedrigeren Temperaturen als den üblichen aufgebrannt werden, ist höher als die der konventionellen Massen. Die Hersteller haben dies Problem durch besondere Fertigungsmethoden und Rezepturen weitestgehend minimiert, so dass auch hier keine negativen Beeinträchtigungen zu erwarten sind.
Es liegen keine Hinweise in der zahnärztlichen Literatur vor, dass Dental-Keramiken zu allergischen oder toxischen Reaktionen führen.

Keramik

Keramik wird für viele Anwendungszwecke in der Zahnmedizin und –technik verwendet:

  * Zahnfüllungen

   - mit Hilfe von CAD/CAM-Verfahren hergestellt (aus industriellen
    Rohlingen gefräst)
   - gegossen (Glas mit anschließender Keramisierung)
   - gesintert

  * Kronen und kleine Brücken

   - CAD/CAM-hergestellt (aus industriellen Rohlingen gefräst bzw.
    geschliffen)
   - gegossen (Glas mit anschließender Keramisierung)
   - gesintert

  * Verblendungen von Käppchen, Kronen oder Brücken aus Metall oder Keramik

Keramik wird vom Zahntechniker verarbeitet. Der Zahnarzt klebt oder zementiert die fertige Arbeit im Munde des Patienten ein. Bei nachgewiesener Allergie gegenüber Methacrylaten ist daher auch bei Arbeiten aus Keramik Vorsicht geboten. Es muss gegebenenfalls auf keramische Systeme ausgewichen werden, die sich mit konventionellen Zementen (ohne Kunststoffzusatz!) befestigen lassen. Zur Verblendung von metallischen Gerüsten wird Keramik als wässriger Schlicker aufgetragen und dann in einem Ofen gebrannt, wodurch es gesintert wird. Als Produkt entsteht ein fester Körper. Es werden verschiedene Schichten aufgebrannt bzw. gesintert, um Form und optische Eigenschaften (Farbe, Transparenz usw.) zu optimieren. Daher gibt es verschiedene keramische Massen (Grund-, Dentin-, Schmelz- und Effektmassen), die sich hinsichtlich des Gehaltes an Pigmenten und Metalloxidgehalten unterscheiden.
Auch mit CAD/CAM-Verfahren (CAD: computer aided design = computerunterstütztes Design/Erfassung, CAM: computer aided manufacturing = computerunterstützte Herstellung) können keramische Restaurationen hergestellt werden. Hier wird nach einer mechanischen oder optischen Abtastung die Restauration aus industriell hergestellten Keramikblöcken gefräst. Dies können Inlays, Onlays, Käppchen oder kleine Brücken sein. Z. Zt. gebräuchlich ist die Herstellung von Käppchen aus Aluminiumoxid, die dann in den Dentallaboratorien individuell mit weiteren keramischen Massen verblendet werden. Es können auch durch CAD/CAM-Verfahren hergestellte Käppchen mit aufbrennbaren Malfarben individuell gefärbt werden, um einen realistischen Eindruck zu erzielen.
Malfarben können durch Kauen abgerieben werden. Sie bestehen aus schwerlöslichen Oxiden, Sulfiden und/oder Seleniden verschiedener Metalle. Allergische Reaktionen durch Abrasion von Malfarben sind in der Literatur nicht beschrieben.
Das Argument, dass vollkeramische Systeme metallfrei seien, ist nur bedingt richtig. Zwar befinden sich in diesen Restaurationen keine elementaren Metalle wie bei den Legierungen. Durch das langsame Auflösen werden jedoch kontinuierlich Metallionen abgegeben. Diese unterscheiden sich prinzipiell in keiner Weise von Ionen, die durch Korrosionsvorgänge aus Dental-Legierungen abgegeben werden. Allerdings sind die abgegebenen Mengen an Ionen aus Keramik vernachlässigbar gering. Bei einer Diskussion über toxische oder allergische Reaktionen ist zu beachten, um welche Metalle es sich crosshairelt. Je nachdem, welche Keramik verwendet wird, werden Natrium- oder Kaliumionen sowie Ionen von Aluminium, Titan und Zirkonium abgegeben.

In Tab. 7 sind die wichtigsten Bestandteile von dental-keramischen Massen dargestellt.

Auch hier ist festzustellen, dass es aufgrund der Vielzahl von Fabrikaten und Sorten große Abweichungen in der Zusammensetzungen gibt.

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